Archive for the ‘Literarisches’ Category

Tödlich unterwegs

Samstag, September 29th, 2007

Meine neuste Sockenmode hat mich doch spontan zu allerlei Wortspielen inspiriert. »Der Tod kommt auf leisen Solen«, »Das schleichende Ende« »Das passiert wenn ich die Schuhe auszieh’«. etc. Weitere Vorschläge?

Farewell Mister Potter

Freitag, August 3rd, 2007

and thank you, that you accompanied me for such a long time. But now that you left for good, we have to face the everyday life again. An this is my wish for you: magical normality till you die.

For me, its a tragedy, that I have to realise that my english ist not good enough to tell my real state of soul.

bye

P.S. I allways belived in Snape

Bedrohte Wörter

Freitag, Juni 15th, 2007

Da ich wirklich nicht will, daß einige wunderbare Wörter aussterben, habe ich den Hilferuf wohl verstanden und etwas zu ihrem Erhalt beigetragen. Jetzt halten sie mindestens noch ein Jährchen. (Mehr Infos zum Thema gibts bei http://www.bedrohte-woerter.de)

Rettet das Wort.

Es war schon spät – so kurz nach neun
als ich so durch die Gassen streun.

Vorbei an Mode-, Kauf- und Lichtspielhaus
wollt ich halt noch zur Kneipe raus.

In diesem Kleinod bin ich gern,
den dort bedient mein Augenstern.

Vergessen ist dort Tages Qual
ein Bier, ein Kuss wird mein Labsal.

Meine Maid mir hold gestimmt,
mir nun noch weit’re Gläser bringt.

Die vierte Maß tu mir zugute
da wird ’s mir blümerant zu mute

nun aber auf die Schnelle
hinaus zu der Nasszelle

Ein Dreikäsehoch blockiert die Strecke
den schubs ich rüde in die Ecke.

Hier zählt das Recht der Straße
bauchpinseln hilft nicht meiner Blase.

Da diese Last nun von mir fiel
wähl ich den Schankraum neu zum Ziel.

Ich nestle noch an meinem Schlüpfer,
da steht der üble kleine Hüpfer.

Er hat, so schimpft er, tobt und bellt,
fernmündlich Polizei bestellt.

Was bleibt mir übrig außer Fluchen,
ich werde wohl das Weite suchen.

Und all die Wörter steck ich ein,
hinaus zur Tür und renne heim.

Werd’ niemals fort sie geben,
sie sprechen, schreiben all mein Leben.

© 2007 Ekkehard Beck

Weltruhm

Sonntag, Mai 13th, 2007

Jetzt ist es also passiert. Nichts ahnend schlage ich den „emp” Katalog auf und mein Blick fällt auf eines der Piktogramme aus meinem Font „Urban Dedication” (zum kostenlosen download bei www.fontkitchen.com)
Timo Müller und Thomas Schmitt haben ein sehr witziges Buch mit dem Titel „Trinkspiele” geschrieben und dafür einige meiner Piktogramme verwendet, das hat mich natürlich riesig gefreut.
Na dann Prost.

Zum Tag des Bieres – 23. April

Montag, April 23rd, 2007

Enkidu aß das Brot, bis er satt war. Er trank das Bier, sieben Krüge voll. Da entspannte sich sein Inneres und er ward heiter. Sein Herz frohlockte und sein Angesicht strahlte. Er wusch sich den zottigen Leib mit Wasser, salbte sich mit Öl – und ward ein Mensch.

Aus dem Gilgamesch Epos ca. 1200 v. Ch.

Mehr Licht!

Mittwoch, März 21st, 2007

Ja ziemlich genau vor 175 Jahren (22. März) hat unser größter Dichter (und auch Farbtheoretiker) Johann Wolfgang von Goethe mit diesen Worten sein Leben ausgehaucht.
Nun wie begeht man dieses denkwürdige Datum als bewundernder, jedoch völlig normal begabter Sterblicher? Ich denke man wird diesem Termin nur gerecht, wenn man sich ein kühles Bier in stillem Gedenken – und gerne auch etwas ehrfürchtig – genehmigt. Das würde ihm sicherlich nicht zuwider laufen.
»Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht«. Man sollte es sich in den Oberarm tätowieren. Also: Prost Johann!

Prost Goethe

»Bullshit«

Samstag, März 3rd, 2007

Hierbei handelt es sich nicht um den ersten Gedanken, der mir morgens vor dem Spiegel kommt, sondern um einen Aufsatz des amerikanischen Professors für Philosophie Harry G. Frankfurt.

Als Essenz des Werkes könnte man folgendes formulieren: Bullshit als echter Feind der Wahrheit, da der Lügner immerhin die Wahrheit kennen muss um sich seiner Lüge bewusst zu sein, während derjenige der Bullshit redet sich weder um Wahrheit noch um Lüge kümmert, sonder alles nur so schildert wie es ihn persönlich am besten dastehen lässt.

In einer Zeit, in der es scheint, als müsste jeder zu jedem Thema eine Meinung haben wird Bullshit natürlich inflationär verbreitet. Demnach lieber mal die Klappe halten und sich selbst eingestehen, dass alles was jetzt kommen würde „Bullshit« ist.

Vielleicht sollten wir auch mal ein Auge auf den visuellen »Bullshit« werfen …

Harry G. Frankfurt · Bullshit · Suhrkamp Verlag, Frankfurt
ISBN 3-518-58450-2