Archive for the ‘Literarisches’ Category

Sommer

Mittwoch, August 24th, 2011

Bäche aus Schweiß,
nicht nur am Steiß.

Furchtbar warm
auch am End’ vom Darm.

Um Kühlung bemüht,
weil die Rosette glüht.

Der Hintern brennt,
von der Sonne versengt.

Keine Frage,
glaubt mir wenn ich sage:

„Des Sommers Einerlei
geht mir am Arsch vorbei!“

RIP – Loriot

Dienstag, August 23rd, 2011

Das Bild hängt schief. Ganz wichtig!

The rime of the ancient mariner

Freitag, Juli 29th, 2011

 D’gschicht vom alde Segla (Kurzfassung, schwäbisch)

 

dr alde segla fuhr mol naus

ond elles sah ganz prächtig aus

doch was macht dr Seggl

als em z’gut ging in seim Meggl

 

er schnappt sich sei Artillerie

ond schießt ’en Vogl oi’fach hie

soi Kumbls fandets vellig bled

doch da ischs au scho viel zu spät

 

des Vieh isch he, dr Wind schloft ei

ond mit dr ruh ischs au vorbei

soi Jungs veregget zu soiner not

ond bloaget en jetzt no im dot

 

was soll ’r mache jetzt wirds prekär

da kommt von rechts a Schiffle her

druf war dr Dot mit seiner Alde

was soll dr Segla davon halde

 

auf jedn Fall – koiner weis wie

kommt ’r doch zum Hafe hie

ond wird geretted aus soinre Not

vom’em Kerlle in sellem Boot

 

ond jetzt gat dr Segla übrs Laad

ond nemmt au jeden bei dr Haad

er duet ajedem sei Gschicht verzähln

denn die dut en bis en dot nei quäln.

 

Ond die Moral von derre Gschicht

 

Das Original nicht nur von Iron Maiden sondern vor allem von Samuel Tylor Coleridge (1798)

unwesentlich professioneller illustriert von Gustave Doré

 

 

 

 

Happy Birthday

Dienstag, November 10th, 2009

Friedrich Schiller, der berühmteste Schwabe nach Carl Lämmle feiert heute seinen 250. Geburtstag. Zur Feier des Tages hab ich gleich mal „Kinski liest Schiller” in Dauerschleife aufgelegt, schaue dem Zug der Kraniche nach und denke im Stillen: „Wo mag er wohl sein – Schillers Schädel?”

Hochkultur

Donnerstag, Juli 2nd, 2009

Am Schauspielhaus in Stuttgart läuft zur Zeit »Der Prinz von Dänemark«. Hier ein unter Lebensgefahr illegal aufgenommenes Foto des Bühnenvorhangs, welches mir von einem Schädelsympathisanten zugesteckt wurde. Im Laufe des Stücks kommt angeblich noch eine Diskokugel in Schädelform zum Einsatz, währed auf der Bühne so ein Typ namens Harald Schmid in pinken Leggins auftaucht.

Sollte vielleicht zu Recherchezwecken mal vorbeischauen?

DSDSWIADFS

Freitag, Mai 22nd, 2009

„Deutschland sucht den Superstar wie immer an der falschen Stelle”
Nehme ich doch mal das (eher bescheidene) Totenkopf T-Shirt des Bassisten von Kellner zum Anlass um auf einen tollen Künstler hinzuweisen. Unbedingt mal anschauen.

Ulm gegen Rechts

Freitag, März 13th, 2009

Vorweg dieses:
„Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahm zu legen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre Sache… Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. Wenn es uns gelingt, bei diesen Wahlen sechzig bis siebzig Agitatoren und Organisatoren unserer Partei in die verschiedenen Parlamente hineinzustecken, so wird der Staat selbst in Zukunft unseren Kampfapparat ausstatten und besolden… Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.“ Zitat Joseph Goebbels 1928.
Am 1. Mai nun haben sich die Epigonen für eine Demo in Ulm angekündigt. Traurig stimmt mich nicht, dass sie das dürfen, sondern lediglich die Tatsache, dass es wirklich Menschen gibt die hinter so einer Fahne herlaufen.
Auf dieser Seite kann man seine Unterschrift als Ausdruck der Ablehnung leisten. Wäre schön wenn sich die Restgesellschaft geschlossen zeigen würde.
Und da ich bei diesem Thema nahezu sprachlos bin, hier nun die wundervollen Worte von Theodor Kramer:

Requiem für einen Faschisten

Du warst in allem einer ihrer Besten
erschrocken fühl ich heut mich dir verwandt,
du schwelgtest gerne bei den gleichen Festen
und zogst wie ich oft wochenlang durchs Land.
Es füllte dich wie mich der gleiche Ekel
vor dem Geklügel ohne innern Drang,
vor jedem Wortgekletzel und Gehäkel,
nichts galt dir als der schöne Überschwang.

So zog es dich zu ihnen, die marschierten,
wer weiß da, wann du auf dem Marsch ins Nichts
gewahr der Zeichen wurdest, die sie zierten?
Du liegst gefällt am Tage des Gerichts.
Ich hätte dich mit eigner Hand erschlagen;
doch unser keiner hatte die Geduld,
in deiner Sprache dir den Weg zu sagen:
dein Tod ist unsre, ist auch meine Schuld.

Ich setz für dich zu Abend diese Zeilen,
da schrill die Grille ihre Beine reibt,
wie du es liebtest, und der Seim im geilen
Faulbaum im Kreis die schwarzen Käfer treibt.
Daß wir des Tods und Ursprungs nicht vergessen,
wann jeder Brot hat und zum Brot auch Wein,
vom Überschwang zu singen wie besessen,
soll um dich, Bruder, meine Klage sein.

Heinz Erhardt zum 100.

Freitag, Februar 20th, 2009

Der alte Schelm hat auch was für den Kopfblog gedichtet:

Die alten Zähne wurden schlecht,
und man begann, sie auszureißen,
die neuen kamen grade recht,
um damit ins Gras zu beißen.

Der Anfang…

Mittwoch, November 14th, 2007

… von all dem Chaoes war heute vor 100 Jahren, da wurde Astrid Lindgren geboren. Happy Birthday, tolle Sache und Skøl.

Der Film Pippi in Taka-Tuka-Land ist ein cineastischer Leckerbissen. Messerjocke und Blutsvente waren schon coole Jungs. Bei ihrem literarischen Werk jedoch, bin ich nicht sehr bewandert, wobei ich ein riesen Fan von Kalle Blomquist war (der auf englisch außerdem »Bill Bergson« heißt – what the hag).

Oktoberschnee

Sonntag, Oktober 21st, 2007

Welch herrliche Metapher für ein allzu frühes Ende. Herbstliche Kälte umklammert unsere Herzen. Der Frost begräbt unsere Sommerträume und des Winters kahle Hand greift nach unseren Seelen.
Oder einfach nur eine gute Gelegenheit um schnell einen frostigen Gruß auf Nachbars Auto zu drücken.