Ulm gegen Rechts

Vorweg dieses:
„Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahm zu legen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre Sache… Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. Wenn es uns gelingt, bei diesen Wahlen sechzig bis siebzig Agitatoren und Organisatoren unserer Partei in die verschiedenen Parlamente hineinzustecken, so wird der Staat selbst in Zukunft unseren Kampfapparat ausstatten und besolden… Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.“ Zitat Joseph Goebbels 1928.
Am 1. Mai nun haben sich die Epigonen für eine Demo in Ulm angekündigt. Traurig stimmt mich nicht, dass sie das dürfen, sondern lediglich die Tatsache, dass es wirklich Menschen gibt die hinter so einer Fahne herlaufen.
Auf dieser Seite kann man seine Unterschrift als Ausdruck der Ablehnung leisten. Wäre schön wenn sich die Restgesellschaft geschlossen zeigen würde.
Und da ich bei diesem Thema nahezu sprachlos bin, hier nun die wundervollen Worte von Theodor Kramer:
Requiem für einen Faschisten
Du warst in allem einer ihrer Besten
erschrocken fühl ich heut mich dir verwandt,
du schwelgtest gerne bei den gleichen Festen
und zogst wie ich oft wochenlang durchs Land.
Es füllte dich wie mich der gleiche Ekel
vor dem Geklügel ohne innern Drang,
vor jedem Wortgekletzel und Gehäkel,
nichts galt dir als der schöne Überschwang.
So zog es dich zu ihnen, die marschierten,
wer weiß da, wann du auf dem Marsch ins Nichts
gewahr der Zeichen wurdest, die sie zierten?
Du liegst gefällt am Tage des Gerichts.
Ich hätte dich mit eigner Hand erschlagen;
doch unser keiner hatte die Geduld,
in deiner Sprache dir den Weg zu sagen:
dein Tod ist unsre, ist auch meine Schuld.
Ich setz für dich zu Abend diese Zeilen,
da schrill die Grille ihre Beine reibt,
wie du es liebtest, und der Seim im geilen
Faulbaum im Kreis die schwarzen Käfer treibt.
Daß wir des Tods und Ursprungs nicht vergessen,
wann jeder Brot hat und zum Brot auch Wein,
vom Überschwang zu singen wie besessen,
soll um dich, Bruder, meine Klage sein.
März 13th, 2009 at 23:56
Ich bin dabei!!!
März 19th, 2009 at 20:53
was ist da los? Die Unterschriftensammlung kommt recht langsam voran… gut 400… wo sind all die Tausenden interessierten Blogleser? Man muss ja nicht mal den Arsch vor dem Schreibtisch lupfen, um da zu unterschreiben!