Absolut deplatziert

KleinplastikDie Medien haben diesen sehr stylischen Schädel auf die Weltbühne gespült.
Erstmal lob an den Gestalter, sieht cool aus. Leider wird das Werk in einem völlig schwachsinnigen Kontext eingesetzt. Das „Oregon Project“ wurde angeblich als Leistungszentrum für amerikanische Langstreckentalente von der Firma „Nike“ gegründet. Gute Idee, aber was hat das mit einem Schädel zu tun, zumal mit einem der keinerlei Sympathie aufkommen lässt. Das Ding sieht aus wie das Logo von Kongo-Müller oder Blackwater. Schädel als Gestaltungsmittel einzusetzen, um zu visualisieren, dass man es ernst meint, sind ja nichts Falsches; aber dieser ist dermaßen unsympathisch und hat rein gar nichts mit dem wunderbaren Sport zu tun. Null Punkte, Thema verfehlt.

Wobei, das mit dem Doping passt dann wieder :)

Spucki


Spucki oder Schlecki nennt man die kleinen Aufkleber, die so ziemlich jeden urbanen Laternenpfahl schmücken. Der Begriff kommt wohl noch von früher, als man die Dinger an der Rückseite ablecken musste damit sie kleben. Heute geht das einfacher. Hier ein sehr hübsches Beispiel von Greenpeace, wobei mich der Schädel schwer an einen erinnert, den ich anno dazumal erstellt habe.

Lord Alfred Tennyson

KleinplastikWho the fuck is Alfred Tennyson, 1. Baron Tennyson.
Dieser Blogbeitrag klärt auf:

Erstens:
Heute vor 210 Jahren wurde der oben genannte Herr geboren. Alles klar, schön zu wissen.

Zweitens:
Der Dichter aus viktorianischer Zeit, hat – neben Anderen – ein Werk verfasst, welches für englischsprachige Schüler wohl ähnlich bekannt sein dürfte wie, „die Glocke“ von Schiller für Deutsche. Das gute Stück heißt „The Charge of the Light Brigade“ und ist ein Heldenepos, wie man es hierzulande kaum lesen möchte. Aber gut, ein Kind seiner Zeit.

Drittens:
Nicht nur Schulkinder kennen das Werk, auch Erwachsene werden häufig damit konfrontiert, findet es doch Erwähnung in zahlreichen Filmen und Serien.

Viertens:
Iron Maiden kennen das Werk ebenfalls und haben Ihren Song „The Trooper“ darum gebastelt. Dankenswerterweise nicht ganz so pathetisch, trotzdem recht schmissig.

Fünftens.
In jahrelanger Kleinarbeit und unter Berücksichtigung des Vier-Viertel-Takts, habe ich aus Song und Gedicht ein kleines YouTube Video gebastelt. Vor allem um den geilen Song zu würdigen und um die Story einfach für Schulkinder zusammenzufassen. Natürlich auch um die Leistungsfähigkeit von Piktogrammen zu verdeutlichen. Und was ist passiert? In vier Jahren hat den Clip so gut wie keine Sau angeschaut.

Sechstens:
SCHAUT DAS DING AN! Hier klicken.

Siebtens:
Noch Fragen?

Instagram & Co


Mein hochgeschätzter Kollege Prof. Andi Ingerl war so freundlich mich bei Instagram zu erwähnen. Falls jetzt hier jemand zufällig vorbei kommt und sich fragt: „Warum gibts keine Totenköpfe auf Facebook oder Instagram zu bestaunen?“ Hier die einfache Antwort: Ich bin zu faul, hab keine Lust auf Kommentare und das mit den Nutzungsbedingungen ist mir auch zu kompliziert.

A schnaps called „Blutwurz“

Blutwurz

Ganz lieb, was mir die Menschen alles zum Thema „Schädel“ schenken. Diesmal ein Schnaps aus Bayern.
Ist natürlich eine interessante Idee, aus dem Wurzelsaft einer Pflanze (der zum gerben von Fellen geeignet ist) einen Schnaps herzustellen. Der Marketingabteilung, die diesen Blutwurz vertreibt, war das sicherlich auch suspekt, weswegen sie die Falsche schwarz mit Totenkopf gestaltet haben. Soll hinterher ja keiner sagen „man hätte sie nicht gewarnt“. Trotz aller Warnungen hab ich das Ding mal probiert, auch wenn der Schädel auf der Steingutflasche nicht gerade Preisverdächtig ist.
Ja: ich hab’s tatsächlich überleb und muss sagen „Besser als Ramazzotti“ (Was immer da heißen mag).

Helloween ‎– Walls Of Jericho


Hier mal wieder etwas aus meiner lang vernachlässigten Rubrik: „Coole Schädel aus meinem Plattenschrank (oder dem anderer Leute)“ Helloween – Walls of Jericho von 1985, die teutonische Antwort auf „sonst noch Fragen“. Sehr virtuoser Speed Metal – und auch nach all den Jahren immer noch eine super Scheibe.
Passend zu 1985 das wahrscheinlich mit Airbrush gestaltete herzige Plattencover mit dem Schädelmann in der Linksauslage. Das Cover gestaltet von Edda und Uwe Kraszewski, auf deren Konto einige weitere LP-Cover-Designs gehen. Hab leider keinen Link im Netzt gefunden. Wurst – trotzdem schick!