Herbstzeit = Pilzzeit

Und dieser lustige Geselle wächst in meinem Garten (etwas modifiziert). Nach stundenlanger Recherche und Befragung sämtlicher mir bekannter Experten konnte nicht abschließend geklärt werden, um was es sich hier handelt. Aber wir tippen mal auf den “Bleicher Schüppling”.
Pilze haben sowieso recht lustige Namen: “Blasser Schleimkopf” zum Beispiel oder “Grauer Wulstling” oder “Wolliger Milchling”.
Als Pilz hieß ich wahrscheinlich “Grauer Täubling” – Mist den gibt’s schon.

Ein ABC Gedicht bzw. das Schimpfwort Alphabet

Auf der Suche nach einem prominenten Schädel habe ich Wilhelm Buschs gesammelte Werke durchgeblättert, aber leider keinen Totenkopf gefunden, auch wenn hier des öfteren das Leben ausgehaucht wird :) Was ich jedoch gefunden habe ist sein Alphabet der Tiere, welches ich tatsächlich Inch nicht kannte. Da wollte ich natürlich sofort nachlegen und hab das Alphabet der Schimpfwörter kreiert. Ich vermute Ihr könnt Euch vorstellen, dass das riesig Spaß gemacht hat.

Um das ganze noch etwas schädlig zu gestalten habe ich den sehr schönen Font “skullphabet” von Noah Scalin eingebaut.
Gibt’s hier zum kostenlosen download.

Peter Härtling (kleiner Nachruf)

RübengeistDanke Peter
ich war zwölf und beim Schulbesuch
las der Lehrer aus Dei’m Hirbel-Buch
Danke Peter
Da hab ich dann schnell eingesehen,
dass Geschichten nicht nur gut ausgehen
Danke Peter
Es blieb dann auch nach all den Seiten
nur Trauer, Wut, zum Schluss dann Schweigen
Danke Peter
du hast mir gezeigt – das find ich toll –
das kaum was läuft, wie’s laufen soll.
Thanks Alter

rosalie

Im Alter von nur 64 Jahren ist die Stuttgarter Künstlerin rosalie verstorben. Was hat das mit Kopfblog zu tun? Ich hatte das wirkliche vergnügen einige Male für sie zu arbeiten. Das wohl großartigste ihrer Werke war das Bühnenbild zum “Ring des Nibelungen” Zyklus bei den Bayreuther Festspielen 1994 bis 1998. Von Oper hab ich keine Ahnung, von Wagner erst recht nicht, das was Inhaber in dem von mir mit gestalteten Buch “Bilder zum Ring” gesehen habe ist in meinen Augen beeindruckend sowohl farblich als auch grafisch.

Ihre Installationen im öffentlichen Raum waren ja nicht ganz unumstritten und zu Ihren Lebzeiten stand da oft das Wort “Kitsch” im Raum, was man jedoch in keinem Nachruf zu lesen bekam?

Aber Kunst geht eben wie Musik nur zwei Parteien an, den Schaffenden und den Betrachter: Natürlich kenne ich nicht ihr gesamtes Oeuvre und bei manchen Objekten habe ich ehrlich gesagt auch den Kopf geschüttelt. So wie ich sie aber kennen lernen durfte, war sie immer fröhlich, nie prätentiös und sehr freundlich und liebenswert.

Meine kleine Hommage soll an eine Lichtinstallation aus vielen bunten Eimern erinnern, die rosalie einst für das ZKM erstellt hatte.