Absolut deplatziert II

Alkohol und Totenkopf passen ja sehr gut zusammen. Nun gut bei ca. 70.000 Alkoholtoten pro Jahr hierzulande auch durchaus verständlich. Das mit dem „absolut deplatziert“ meine ich ja auch im Hinblick auf den „Kleinen Rabauken“. Der Schädel ist cool gemacht, sieht schick und vor allem fieß aus, jedoch wäre dazu ein Name wie „Der Großer Halsabschneider“ mit 70 Vol. passender :) Im Zweifel gibt es natürlich immer ein Lob für die Grafik, und ein „Pfui“ fürs Marketing. Prost und Glück auf für 2020!

Alle Jahre wieder

Oh Weihnacht still und leis …
Ach so das hat ‚mer schon, so ’n Scheiß

Nochmal:

Ist es wirklich schon so weit,
sieht so aus, ’s ist Weihnachtszeit.

So gesehen kein Problem,
weil im Keller noch vier Halbe stehen.

Da fällt mir ein: Ich trink nicht mehr,
egal kommt halt ’ne Tüte her.

Oh weh, oh wei, doch ich vergaß,
es wird mir schlecht vom süßen Gras.

Da hilf nur eins, ich schmause edel –
die Gans, sie duftet unterm Tannenwedel.

Doch kaum ists Schlegelein verschlungen,
hört man ’s im Magen übel grummen.

Es schmerzt, es zerrt, oh höchste Not.
im Halse brennt ’s – es kocht der Sod!

Na gut dann eben Mate-Tee
und rauf damit aufs Kanapee

Die Glotze an mit Rheumadecke,
Weihnacht ist nichts für alte Säcke.

Dead Moon

Nicht zu vernachlässigen, die Rubrik: Coole Schädel aus meinem Plattenschrank, oder dem anderer Leute. Klassische visuelle Kommunikation Dead + Moon = Dead Moon. Glaubt man den Leuten von laut.de ist man ein armer Tropf, sollte man diese Combo nicht kennen oder gekannt haben (†). Nun gut, einfach mal reinhören. Der Schädel ist jedenfalls sehr herzig und wer den sieht weiss was er bekommt: Rock ’n Roll Baby.

… und vorbei

So ist er halt, der Herbst. Gerade noch sehr schick und bunt, jetzt schon mutiert zum Zombie. Vielleicht noch ein morbiden Vierzeiler hinterher:

Bunt sind schon die Kürbisgeister
und das Fleisch zerfällt.
Der Tod, der ist der Meister,
der das Feld jetzt neu bestellt.

Absolut deplatziert

KleinplastikDie Medien haben diesen sehr stylischen Schädel auf die Weltbühne gespült.
Erstmal lob an den Gestalter, sieht cool aus. Leider wird das Werk in einem völlig schwachsinnigen Kontext eingesetzt. Das „Oregon Project“ wurde angeblich als Leistungszentrum für amerikanische Langstreckentalente von der Firma „Nike“ gegründet. Gute Idee, aber was hat das mit einem Schädel zu tun, zumal mit einem der keinerlei Sympathie aufkommen lässt. Das Ding sieht aus wie das Logo von Kongo-Müller oder Blackwater. Schädel als Gestaltungsmittel einzusetzen, um zu visualisieren, dass man es ernst meint, sind ja nichts Falsches; aber dieser ist dermaßen unsympathisch und hat rein gar nichts mit dem wunderbaren Sport zu tun. Null Punkte, Thema verfehlt.

Wobei, das mit dem Doping passt dann wieder :)

Spucki


Spucki oder Schlecki nennt man die kleinen Aufkleber, die so ziemlich jeden urbanen Laternenpfahl schmücken. Der Begriff kommt wohl noch von früher, als man die Dinger an der Rückseite ablecken musste damit sie kleben. Heute geht das einfacher. Hier ein sehr hübsches Beispiel von Greenpeace, wobei mich der Schädel schwer an einen erinnert, den ich anno dazumal erstellt habe.

Lord Alfred Tennyson

KleinplastikWho the fuck is Alfred Tennyson, 1. Baron Tennyson.
Dieser Blogbeitrag klärt auf:

Erstens:
Heute vor 210 Jahren wurde der oben genannte Herr geboren. Alles klar, schön zu wissen.

Zweitens:
Der Dichter aus viktorianischer Zeit, hat – neben Anderen – ein Werk verfasst, welches für englischsprachige Schüler wohl ähnlich bekannt sein dürfte wie, „die Glocke“ von Schiller für Deutsche. Das gute Stück heißt „The Charge of the Light Brigade“ und ist ein Heldenepos, wie man es hierzulande kaum lesen möchte. Aber gut, ein Kind seiner Zeit.

Drittens:
Nicht nur Schulkinder kennen das Werk, auch Erwachsene werden häufig damit konfrontiert, findet es doch Erwähnung in zahlreichen Filmen und Serien.

Viertens:
Iron Maiden kennen das Werk ebenfalls und haben Ihren Song „The Trooper“ darum gebastelt. Dankenswerterweise nicht ganz so pathetisch, trotzdem recht schmissig.

Fünftens.
In jahrelanger Kleinarbeit und unter Berücksichtigung des Vier-Viertel-Takts, habe ich aus Song und Gedicht ein kleines YouTube Video gebastelt. Vor allem um den geilen Song zu würdigen und um die Story einfach für Schulkinder zusammenzufassen. Natürlich auch um die Leistungsfähigkeit von Piktogrammen zu verdeutlichen. Und was ist passiert? In vier Jahren hat den Clip so gut wie keine Sau angeschaut.

Sechstens:
SCHAUT DAS DING AN! Hier klicken.

Siebtens:
Noch Fragen?