Mögest Du in Interessanten Zeiten leben …


… soll ja angeblich ein chinesischer Fluch sein. Auf diesen bin ich bei der Lektüre eines Terry Pratchett Romans gestossen. In den letzten Jahren wird mir so langsam immer deutlicher, was damit gemeint ist. Gedankensprung: Und so kommen wir zu Sir Terry Pratchett und seinen Scheibenwelt-Roman, deren Cover bis zum Tod des Künstlers von Josh Kirby gestaltet wurden. Endlich mal etwas auf das das schöne Fremdwort „kongenial“ passt (thx Mr. Duden). Hier eines von Kirby’s Bilder zum Thema “Tod”, der in den Romanen, wie Klugscheißer wissen, stets in Versalien auftritt.

Gedankenzurücksprung: Ich hab von deutschen Philosophen keine Ahnung, aber Herr Hegel hat das, was uns die Chinesen sagen wollen, etwas geschmeidiger auf den Punkt gebracht: „Die Weltgeschichte ist nicht der Boden des Glücks. Die Perioden des Glücks sind leere Blätter in ihr.“ Ist das nicht wunderschön, so viel Raum für unsere eigenen Geschichten …

ArktisAntArktis


Wie im letzten Beitrag kurz habe anklingen lassen, bin ich seit 20 Jahren mit Diplom unterwegs. Von der damaligen Arbeit sind noch ein paar Stücke übrig und eignen sich sehr schön für alles mögliche, auch zum Schädel gestalten. Dieser hier aus meinem Lieblingsplakat auf dem eigentlich nichts drauf war, Analog zu den eisigen Weiten der AktisAntArktis (damaliger Projektname). Der Schädel ist demnach auch sehr subtil geraten. Falls die Beiden Herren, mit denen ich das damals durchgezogen habe, Interesse an dem guten Stück haben, können Sie mich jederzeit kontaktieren und ich mach Ihnen einen. Gehört ja irgendwie zu einem Drittel Ihnen.

Alte Bekannte

neulich saß ich friedlich fröhlich vor der Glotze und habe mir ein paar Spiele der Amateur-Pokal-Finales angeschaut (der Heimklub hat auch gewonnen). In einer kurzen Einstellung des Spiels Elversberg gegen Saarbrücken fiel mein Blick auf ein Fan-Transparent auf dem das geschulte Auge sofort einen mir wohl bekannten Schädel ausmachte. Qualität ist zeitlos und unverwüstlich! Die Horda Fanatica aus Elversberg hat auf höchste Qualität von Felix Braden zurückgegriffen, der mit diesem super edlen Gebein bereits beim ersten Schädelprojekt 2005 mit dabei war. Das ist natürlich immer eine große Freude wenn man so was sieht. Gruß an Felix und weiterhin Glück Auf!

Fanpost

Ein freundlicher Skull-O-Manic hat mir ein Schädel-Foto zukommen lassen, durch den auf einen “Giftgarten” hingewiesen wird. Vielen Dank hierfür.

Da ist mir dann spontan ein altes Cartoon-Buch von Gerhard Seyfried mit dieser herrlichen Zeichnung eingefallen.

Und so folgt ein Gedanke dem Anderen: “I can teach you how to bottle fame, brew glory, even put a stopper on death” wie der gute Prof. Snape einst zu sagen pflegte. Er hätte sich in solch einem Garten sicherlich gern aufgehalten. Persönlich würde ich mich bei der tödlichen Blütenpracht nicht wohl fühlen. Nun gut, einerseits hat man immer etwas hilfreiches im Gärtchen, falls die aufdringlichen Verwandtschaft den Heimweg nicht finden. Andererseits kommen sie bei falscher Dosierung überhaupt nicht wieder – das war dann schade.

Aus Neugier fand sich dann auch schon der nächste Gedanke: “Was ist wohl in meinem Garten giftig?” Der absolute Killer unter den einheimischen Gewächsen ist angeblich der “Blaue Eisenhut”, sieht hübsch aus, ist aber tödlich – gut hab ich aber nicht. Auch nicht schlecht sind “Roter Fingerhut” “Rittersporn” und natürlich das “Maiglöckchen” und wie der Name schon sagt (har, har, har) der “Gemeine Goldregen”. Nach sorgfältiger Studie aller meiner Pflänzling kann grünes Licht gegeben werden. Nichts von alledem gedeit bei mir. Das heimtückischste auf meinem Grünstreifen ist die Tulpe, denn auch dieses kleine holländische Aushängeschild, führt nach verzehr zu üblen Magenproblemen.

Und außerdem, nicht vergessen: “Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.” wie Paracelsus schon wusste. Prost!

(Cartton: Gerhard Seyfried, “Wo soll das alles enden”, Rotbuch Verlag, Berlin)

Kasalla Re-Design

Wie neulich angekündigt wollte ich den Schädel der Kölner Band “Kasalla” mal in die Mangel nehmen. Ich fand das die Elemente “Gekreuzte Knochen” und “Komitee-Mütze” nicht ganz zum Rest des Ensembles passen. Hier mal mein Entwurf mit mehr Struktur in den Knochen, damit sie allgemein besser zum Schädel passen, da dieser mit reichlich Textur versehen ist, die Beinchen jedoch nicht. Die Käppi – die in Fachkreisen Komitee-Mütze genannt wird – sitzt meines Erachtens auch eher unmotiviert auf dem Gebein, was ich ebenfalls etwas auszubügeln versuchte.

Generell war mir das Original zu detailliert, was bei großen Formaten einen “Schlechte-Kopie-Effekt” simuliert, bei kleineren Abbildungsgrößen jedoch nicht funktioniert. Deshalb radikale Reduktion! Die Rübennase hab ich zum Schluss ebenfalls noch etwas mehr in Richtung Tomate gebastelt.

Ich hab’ den Entwurf dann auch wie versprochen kurz nach Aschermittwoch  an die Band geschickt – well, I gave it a shot.